Immer mehr Menschen spielen in der heutigen Zeit mit dem Gedanken sich ein Gewächshaus in den Garten zu stellen. Aber die Auswahl ist schier unendlich. Hier zeige ich ihnen, dass es auch mit einem günstigen Gewächshaus aus dem Baumarkt möglich ist seinen Bedarf an Gemüse, Tomaten und Gurken zu decken.

Das Gewächshaus ist ein einfaches Gewächshaus aus dem Baumarkt mit einer Grundfläche von 4 qm. Es besteht aus einem Aluminiumprofil und 4 mm Stegplatten. Es besitzt eine automatische Bewässerung und eine automatische Heizung. Dafür nutze ich WLAN Geräte von Sonoff und Gosund, die mit Tasmota geflasht wurden. Zur Steuerung verwende ich die Software ioBroker.

Das Gewächshaus

Die Bewässerung

Die Heizung

Dank der Gewächshausheizung kann ich das Gewächshaus von März bis Oktober nutzen. Bei Nachtfrösten im Frühling schaltet sich die Heizung bei 2° C ein. Bei dem Erreichen einer Temperatatur von 6° C schaltet die Gewächshasheizung dann wieder aus. Die Heizung früher zu nutzen macht keinen Sinn, da die Heizkosten zu hoch sind. Das Haus hat so gut wie keine Wärmedämmung. Damit würde bei kalten Wintertagen im Januar oder Februar die Heizung den ganzen Tag laufen.

Für die Gewächshausbewässerung habe ich den Schlauchanschluß einer Pumpe, die in einer 3000 Liter Zisterne liegt in das Gewächshaus gelegt. Diese Pumpe schalte ich aktuell noch nach einen Zeitplan morgens und abends für 3 Minuten an, um die Pflanzen zu bewässern. Geplant ist aber einen Feuchtigkeitssensor einzusetzen, um die Pflanzen je nach Bodenfeuchtigkeit optimal zu bewässern.

Im Gewächshaus habe ich zwei 30 cm hohe Holzboxen aufgestellt, die innen mit einer Folie ausgekleidet sind. Damit ist es leichter im Frühjahr einen Bodenwechsel vorzunehmen, wenn die Erde vom Vorjahr ausgelaugt ist. Einfach alte Erde raus aus den Boxen und neue Erde rein. Zusätzlich habe ich mir auf jeder Seite ein Regal eingebaut. Einfach ein paar Bretter zugeschnitten und Winkel mit Hammerkopfschrauben am Gewächshsausprofil befestigt. Das ist wesentlich billiger als fertige Regale zu kaufen.

Gewächshaustypen

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen Bauformen für Gewächshäuser. So zum Beispiel freistehende Gewächshäuser, Anlehngewächshäuser oder Foliengewächshäuser. Die klassische Variante ist das freistehende Gewächshaus mit einem Satteldach. Anlehngewächshäuser sind halbierte Gewächshäuser, die an einer Wand befestigt werden. Foliengewächshäuser kann man sich wie ein Zelt vorstellen. Die Folie wird über ein Gestell gezogen und mit Heringen im Boden befestigt. Eine weitere Variante sind sogemannte Erdhäuser. Diese werden in en Boden eingelassen und man hat von Haus aus eine höhere Arbeitsfläche. Alle diese Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. So kann ein Foliengewächshaus sehr flexibel aufgestellt werden, kann aber bei starkem Wind wegwehen. Die Folie bekommt meistens nach wenigen Jahren risse. Ein Erdhaus bietet eine komfortabele Arbeitshöhe, ist aber mit einem Erdaushub verbunden.

Kosten

Die Kosten für ein Gewächshaus sind von dem Material und der Größe abhängig. Dabei reicht die Spanne von 100 bis zu mehreren Tausend Euro. Ein einfaches Foliengewächshaus kann man für ca. 100 Euro bekommen. Freistehende Gewächshäuser mit einer Fläche von 4qm beginnen so bei 250 Euro. Dabei handelt es sich dann aber um dünne Doppelstegplatten, die nur eine geringe Wärmedämmung haben. Gewächshäuser mit einer besseren Wärenedämmung beginnen so bei 700 Euro. Dazu kommen dann noch Kosten für zum Beispiel ein Fundament, eine Heizung oder Innenausstattung.

Größe des Gewächshauses

Ein kleines Gewächshaus mit einer Grundfläche von 4 qm aus dem Baumarkt ist mit Fundament für ca. 300 Euro zu bekommen. Das reicht in der Regel um eine mehrköpfige Familie mit frischen Salaten, Gurken und Tomaten zu versorgen. Im zeitigen Frühjahr geht es mit Salaten und Radieschen los. Wenn es dann warm genug ist, können diese dann im Freiland gezogen werden. Dann werden im Gewächshaus die vorgezogenen Tomaten, Paprika und Gurken gepflanzt. In einem kleinen Gewächshaus hat sich die Anzahl von 4 Pflanzen pro Seite bewährt.

Isolierung

Die Isolierung des Gewächshauses hängt von den verwendeten Platten ab. Dafür gibt es den sogenannten Wärmedurchgangskoeffizienten. Diese Kennziffer zeigt, wie viel Wärme entweicht. Ein geringer Wert steht hier für eine gute Wärmedämmung. Hier muss man wissen, wofür man das Gewächshaus nutzen will. Wer Kübelpflanzen im Gewächshaus überwintern will, sollte ein Gewächshaus mit einer guten Wäremdämmung wählen. Da muss im Winter nicht zu viel zugeheizt werden. Wer nur von Frühjahr bis Herbst Gemüse, Tomaten oder Gurken darin aufziehen will, dem reicht auch wie mir ein einfaches Gewächshaus mit 4 mm Doppelstegplatten.

Normalglas 3mm6
Doppelglas (Isolierglas)1,9
Doppelglas mit Spezialbeschichtung1,3
Doppelstegplatten 4mm 3,9
Doppelstegplatten 6mm3,5
Doppelstegplatten 8mm3,3
Doppelstegplatten 10mm3,1
Doppelstegplatten 16mm2,7
Doppelstegplatten 20mm2,2
Dreifachstegplatten 10mm2,8
Dreifachstegplatten 26mm2,4
Dreifachstegplatten 32mm1,9

Heizung

Die Heizung soll sicher stellen, dass die Temperaturen in einem Gewächshaus nicht unter null Grad Celsius abfallen.

Bewässerung

Die einfachste Bewässerung ist immer noch die gute alte Gießkanne. Doch wie oft kommt es vor, dass man für eine Woche nicht da ist. Und keiner ist da, der die Pflanzen gießen kann. Daher sollte man sich von Anfnag an Gedanken über eine „automatische“ Bewässerung machen.